Bilbo Beutlin und die Deutsche Bahn

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Artikel veröffentlicht in Aktuelles am 23.12.2012
Erstellt von Stammplatz Kommunikation

Bilbo Beutlin und die Deutsche Bahn

Gestern Abend war ich im Kino: Der Hobbit. Die Geschichte um einen kleinen Mann aus dem Auenland, der mal eben von einem bald schon sehr mächtigen Zauberer für ein Abenteuer rekrutiert wird. Zunächst möchte der kleine Bilbo Beutlin nicht so gerne mit einer Horde Zwerge auf gefährliche Reisen gehen, um die Orks um die Ecke zu bringen, mit ein bisschen Überzeugungsarbeit ist er dann aber mit einer guten Portion Herzblut dabei und zieht in die Ferne, um die Welt zu retten.

Interessant finde ich persönlich ja immer die Werbung vor dem eigentlichen Film und da ging es dieses Mal auch um das Thema Rekrutierung und Reise. In einem sehr emotionalen Spot warb die Deutsche Bahn um neue Mitarbeiter. Nun werden die Fahrten mit der Bahn von den Fahrgästen ja auch des Öfteren als echte Abenteuer erlebt – vor allem dann, wenn man mal wieder aufgrund irgendeiner Störung auf der Strecke zwischen München und Köln mitten in der Pampa steht und sämtliche Anschlusstermine verpasst. Sei´s drum – die Mitarbeiter haben trotzdem nicht selten schlechte Laune und ein beeindruckendes Talent zu stoischer Gleichgültigkeit, wenn man ihnen im Anschluss seinen Ärger vorträgt. Das mag vielleicht unter anderem daran zu liegen, dass die Deutsche Bahn ein sehr passabler Arbeitgeber ist. Immerhin fast 23.000 Menschen liken die Arbeitgeber Facebook-Seite der Bahner und mehr als 10.000 Follower sind an den Tweets der Bahn interessiert. Nicht so schlecht! Daher auch von mir ein großes Like für die durchaus offensiven Bemühungen, um neue Mitarbeiter – im Social Web genauso wie im Kino oder eben bald auch im TV, wo der Spot auf fast allen Kanälen gegeben wird. Viele Zeichen der Zeit scheinen erkannt zu sein in der Berliner Unternehmenszentrale am Potsdamer Platz. Employer Branding auf allen Kanälen.

Und vielleicht gibt es ja tatsächlich den ein oder anderen Jobsucher, der ein Job-Abenteuer bei der Bahn nicht ganz so abwegig findet. Man muss ja nicht gleich auf Orks-Jagd gehen, um glücklich durchs Leben zu gehen. Denn die Bahn verspricht nicht mehr und nicht weniger als „Kein Job wie jeder andere“

Hier jedenfalls der Bahn-Spot von gestern abend:

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Sascha Theisen

STAMMPLATZ-Gründer und Fußball-Romantiker

Sascha Theisen hat viele Talente und eine große Schwäche. Seine Talente liegen unter anderen in der Beratung von Recruiting-Dienstleistern und Arbeitgebern rund um deren kommunikativen Auftritt. Seine große Schwäche spielt alle zwei Wochen am Aachener Tivoli und träumt dort mit Theisen von alten Zeiten, in denen Mario Krohm vor knarzenden Holztribünen die Maschen zerbeulte. Bevor sich Theisen mit STAMMPLATZ aufmachte, seine Ideen und Projekte selbstständig umzusetzen, war er sechs Jahre lang bei StepStone in leitenden Marketing-Positionen tätig. Niemand kann ganz genau sagen, was aus Theisen geworden wäre, hätte er ein stabileres Knie gehabt – er selbst am wenigsten.