Die Facebook-Likes der Fußball-Stars

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Artikel veröffentlicht in Aktuelles am 05.02.2013
Erstellt von Stammplatz Kommunikation

Die Facebook-Likes der Fußball-Stars

Wie lässt sich der Marktwert von Fußballstars beziffern? Eine interessante Frage, die bis vor einigen Jahren noch irgendwelche halbseidenen Berater der schwer durchschaubaren Branche beantworten durften. Die Folge waren gut dotierte Werbeverträge für Rasierwasser, Baumärkte oder Duschgel. Tja – die Zeiten sind vorbei. Denn Kicker wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi oder David Beckham haben mittlerweile einen scheinbar ganz neutralen Berater an ihrer Seite: die sozialen Netzwerke. Denn: Was mittlerweile wirklich zählt, sind nackten Zahlen und zwar nicht irgendwo, sondern bei Facebook, Twitter oder Google+.

Ronaldo mit mehr als 50 Millionen Likes
Und da sind die sowohl die Zahlen als auch und vor allem deren Entwicklungen hoch interessant. Ein Blick auf Facebook zeigt: Nicht Lionel Messi steht an der Spitze der Facebook-Fans mit seiner Seite, sondern Cristiano Ronaldo zählt die meisten Anhänger auf seiner Facebook-Fanseite. Satte 53.880.000 (in Worten: dreiundfünzig Millionen achthundert Tausend!) liken den eitlen Pfau aus Portugal (Stand Anfang Februar 2013) – unfassbare Zahlen von denen der FC Bayern beispielsweise nur träumen kann. Den ganzen Verein liken gerade mal läppische 5,9 Millionen Fans auf der ganzen Welt. Ein Ronaldo müsste man eben sein.
Oder ein Lionel Messi – dann könnte man nämlich besser kicken als Ronaldo und hätte immerhin auch noch 42 Millionen Likes bei Facebook, was bei Werbepartnern wie Turkish Airlines sicher gut ankam, als man über das Honorar für die Teilnahme am letzten TV-Spot sprach. Denn für diese Airline nahm besagter Lionel Messi einen Werbespot mit Kobe Briant, Basketball-Star der Los Angeles Lakers, auf. Der wiederum kommt bei Facebook auf vergleichsweise schmale 15,7 Millionen Likes. Trotzdem: Die beiden posten den netten Spot mit der Airline mal eben auf ihrer Seite und erreichen damit mehr als jeder noch so ambitionierte Media Planer, das für irgendeinen Werbe-Flight erreichen könnte.

Fünf Tore – eine Million Likes
Stellt sich nun für die preisbewussten Spieler und ihren jeweiligen Anhang die Frage, was man denn so tun kann, um die Zahlen bei Facebook in die Höhe zu treiben. Nun als erstes empfiehlt es sich, schon mal ab und an ein Tor zu schießen. So wie Leo Messi, der auf seiner Seite zwar seit dem 8. Januar nichts mehr gepostet hat, dafür aber am 31. Januar mit einem Schlag eine Million mehr Fans verzeichnete. Könnte mit seinen fünf Toren in den letzten beiden Meisterschaftsspielen zu tun haben. Vielleicht hat er aber auch einen TV-Auftritt in Indonesien gehabt, wo er die meisten Fans (mehr als drei Millionen) verzeichnet. Wie auch immer: Auch ein plötzlicher Vereinswechsel kann nicht schaden – so wie bei David Beckham, der in der letzten Woche nach Paris wechselte und medienwirksam präsentiert wurde. Schöner Nebeneffekt: 718.000 mehr Likes alleine im Januar. Müßig zu sagen, dass Beckham die meisten Fans in den USA hat (2,4 Millionen), gefolgt vom offenbar sehr Facebook-affinen Indonesien (2,3 Millionen) und Mexiko, wo ihn immerhin noch mucho 1,3 Millionen Menschen liken.

Deutscher Meister auch nur deutsche Marke
All das sind Zahlen, die Werbepartner sicher stark interessieren, können sie ihre Botschaften doch direkt auf den Seiten der Stars platzieren. Näher dran geht es nicht – nicht mal bei den Vereinen, die von den Zahlen ihrer Stars nur träumen. Der FC Barcelona erreicht immerhin 39,9 Millionen Likes, gefolgt vom alten Rivalen Real Madrid (35,5 Millionen) und Manchester United (31 Millionen). Etwas Nachholbedarf haben derweil die Bundesliga-Vereine. Die Bayern freuen sich immerhin noch über die oben erwähnten 5,9 Millionen Fans. Borussia Dortmund scheint aber nur eine nationale Marke zu sein – das lassen wenigstens die 1,9 Millionen Fans erahnen, die im internationalen Vergleich ziemlich schwach sind. Best platzierter deutscher Spieler ist übrigens Mesut Özil mit ordentlichen 8,6 Millionen Likes – mehr also als der FC Bayern und Borussia Dortmund zusammen.

Wie auch immer: Wer also glaubt, dass die eigentlichen Websites der Stars und deren Reichweite entscheidend sind für den Werbewert von Fußballstars, der glaubt wohl auch daran, dass der 1. FC Köln in diesem Leben noch mal Deutscher Meister wird. Die Dollars werden bei Facebook gemacht – auch und gerade im Fußball. Nicht zuletzt deswegen haben viele Stars erst gar keine Website mehr. Wer würde es ihnen übel nehmen?

Die Top-Ten der Facebook-Likes – Fußballer (Stand 5. Februar 2013)
Cristiano Ronaldo – 53.882.813 Likes
Lionel Messi – 42.212.605 Likes
David Beckham – 24.377.748 Likes
Kaká – 20.844.816 Likes
Wayne Rooney – 11.504.306 Likes
Mesut Özil – 8.650.914 Likes
Neymar 8.203.930 Likes
Gerard Piqué – 6.549.312 Likes
Karim Benzema – 4.205.682 Likes
Nani 2.900.187 Likes

Nächste Folge: Die Twitter-Follower der Stars!

Quelle der ganzen Zahlen: hier

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Sascha Theisen

STAMMPLATZ-Gründer und Fußball-Romantiker

Sascha Theisen hat viele Talente und eine große Schwäche. Seine Talente liegen unter anderen in der Beratung von Recruiting-Dienstleistern und Arbeitgebern rund um deren kommunikativen Auftritt. Seine große Schwäche spielt alle zwei Wochen am Aachener Tivoli und träumt dort mit Theisen von alten Zeiten, in denen Mario Krohm vor knarzenden Holztribünen die Maschen zerbeulte. Bevor sich Theisen mit STAMMPLATZ aufmachte, seine Ideen und Projekte selbstständig umzusetzen, war er sechs Jahre lang bei StepStone in leitenden Marketing-Positionen tätig. Niemand kann ganz genau sagen, was aus Theisen geworden wäre, hätte er ein stabileres Knie gehabt – er selbst am wenigsten.