Jubiläum: Fünf Jahre STAMMPLATZ

STAMMPLATZ-Thema

Artikel veröffentlicht in Aktuelles am 02.01.2018
Erstellt von Stammplatz Kommunikation

Jubiläum: Fünf Jahre STAMMPLATZ

STAMMPLATZ-Gründer Sascha Theisen feiert fünften Gründungstag von STAMMPLATZ Kommunikation und interviewt sich zur Feier des Tages selbst

Sascha, alter Pfau. Mal wieder ein Selbst-Interview. Was ist dieses Mal der Grund für diesen weiteren narzisstischen Überfall?
Nun, mein Guter – mit dem heutigen Tag wird STAMMPLATZ fünf Jahre alt. Wenn das kein Grund ist, sich selbst zu befragen und die Fragen gleich auch noch ausufernd zu beantworten, dann weiß ich auch nicht.

Nun gut, so sei es. Fünf Jahre Selbstständigkeit – bist Du in der Zeit noch älter geworden als Du es eh schon bist?
Absolut. Das steckst Du nicht so einfach weg. Es ist krass: Ich bin in den fünf Jahren um fünf Jahre gealtert. Wenn Du selbstständig bist, wirst Du einfach jeden Tag einen vollen Tag älter, ohne es zu merken – die allgemeine Ordnung der Veränderung halt.

Lass uns doch mal an den großen Momenten aus fünf Jahren STAMMPLATZ teilhaben. Was war der erotischste STAMMPLATZ-Moment in dieser Zeit?
Im Februar 2015 hatte ich wieder einmal die Ehre, den „Tag der Praktikanten“ in Berlin moderieren zu dürfen. Das Grußwort sprach Andrea Nahles, seinerzeit Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Nachdem ich sie anmoderiert hatte, setzte ich mich in die erste Reihe, um ihr zu lauschen. Ihre einführenden Worte dauerten gut fünf Minuten, in denen sie vehement die Notwendigkeit einer Praktikanten-Studie anmahnte – nichtahnend, dass sie gerade eine Veranstaltung eröffnete, auf der genau eine solche vorgestellt werden sollte. Diese leichte Verwirrung war aber gar nichts gegen den Blickkontakt, den wir während dieser nicht enden wollenden fünf Minuten austauschten. Das waren Augenblicke, die nur noch mehr hätten knistern können, wenn die rüstige Andrea einen „Pippi Langstrumpf“-Song intoniert hätte. Jeder, der an diesem Tag in Berlin dabei war, wird diese einzigartigen Schwingungen sicher nie wieder vergessen. Es war der Beweis, dass sich Erotik und Beruf nicht zwangsläufig ausschließen – eine wichtige Erkenntnis übrigens für all die Employer Branding Agenturen, die nachdem das „Cultural Fit“ längst eingeführt ist, auch das „Erotical Fit“ nicht vergessen sollten. Der Nahles-Augenblick zeigt: STAMMPLATZ lebt das seit 2015 – zu schade, dass wir keine Mitarbeiter einstellen. Was wäre das für eine Karriere-Webseite.

…der überraschendste Moment?
Wenn Du anfängst selbstständig zu sein, gibt es diese ungebetenen Ratgeber, die Dir so martialische Sätze drücken, wie: „Business ist Krieg“. Also gehst Du mit einer guten Portion Grundaggressivität da ran. Und dann hast Du einen kurzen Moment der Schwäche und triffst Dich in guter alter „Kölsche Klüngel“-Manier mit Deinem größten Wettbewerber auf ein bis zwei Bier in einem Brauhaus. Da werden dann mehr als nur eines oder zwei draus und Du merkst: Der ist ja eigentlich ganz in Ordnung. Das Ende vom Lied: Manfred Böcker, neben mir der andere PR-Experte für Arbeitswelt-Themen, und ich haben mittlerweile ein zweites gemeinsames Unternehmen und leben ganz hervorragend nebeneinander, ohne auch nur ansatzweise in einen Krieg zu ziehen. Das war rückblickend genauso überraschend wie angenehm. Anders gesagt: Das Gequatsche von Business-Krieg ist genauso dämlich wie die daraus resultierende Grundaggressivität.

…der Chaka-Moment?
Ehrlich: Ich freue mich immer noch am meisten, wenn Post vom Clipping-Dienst im Briefkasten liegt und einer meiner Kunden in einem starken Medium erwähnt ist. Wenn der Kunde den Artikel dann auch noch zu schätzen weiß, ist der Bob endgültig in der Bahn.
Erst vor kurzem bekam ich wieder eine Mail aus der Vertriebsabteilung eines Kunden, der mir freudestrahlend von einem Etatgewinn berichtete, der aufgrund eines Artikels in einem Fachmagazin, zustande kam. Das hat mich gefreut – denn darum geht es am Ende bei guter PR. Sie soll dazu beitragen, zu verkaufen. Das funktioniert, wenn man als Unternehmen die Ausdauer hat, langfristig gute Inhalte zu kommunizieren. Das verstehen übrigens auch immer mehr Online-Unternehmen im Recruiting-Umfeld. Das war nicht immer so. Da hat sich die Pionier-Arbeit unserer Zunft also ausgezahlt.

Welchen Moment würdest Du gerne noch mal zurückholen?
Also – Du meinst, einen ohne Andrea Nahles?

Ja.
Außer den, keinen. Momente zurückholen ist was für aalglatte alte Männer. Entscheidungen werden getroffen und wenn Du danebenliegst, machst Du sie halt beim nächsten Mal besser.

Schauen wir zum Schluss noch mal auf die kommenden fünf Jahre. Was soll da passieren?
Na – eine Menge. Schon 2018 geht es ab wie Schmitz Katze. Mit mobileJob.com, viasto, Indeed und Talents Connect stehen vier STAMMPLATZ-Kunden in den Startlöchern für ein wichtiges Jahr. Dabei können sie sich auf meine tatkräftige Unterstützung verlassen.
Zudem stellen wir in diesem Jahr mit Employer Telling unsere große kununu-Studie vor und beantworten dabei die Frage, wie Arbeitgeber aktuell tatsächlich in den Kandidatendialog treten. Dazu haben wir fast 2.000 Arbeitgeber-Kommentare ausgewertet – eine Analyse, die es bisher so noch nicht gibt und Arbeitgebern wichtige Anhaltspunkte dazu gibt, wie man Bewerbern und Mitarbeitern auf der wichtigsten sozialen Bewertungsplattform professionelles Feedback gibt.

Zum Schluss: Wie feierst Du das fünfjährige Jubiläum?
Mit diesem Selbst-Interview sowie mit einem feisten Essen. Zum zehnjährigen gibt es dann ein rauschendes Fest – mit einem Grußwort von Andrea Nahles. Versprochen!

Sascha Theisen

STAMMPLATZ-Gründer und Fußball-Romantiker

Sascha Theisen hat viele Talente und eine große Schwäche. Seine Talente liegen unter anderen in der Beratung von Recruiting-Dienstleistern und Arbeitgebern rund um deren kommunikativen Auftritt. Seine große Schwäche spielt alle zwei Wochen am Aachener Tivoli und träumt dort mit Theisen von alten Zeiten, in denen Mario Krohm vor knarzenden Holztribünen die Maschen zerbeulte. Bevor sich Theisen mit STAMMPLATZ aufmachte, seine Ideen und Projekte selbstständig umzusetzen, war er sechs Jahre lang bei StepStone in leitenden Marketing-Positionen tätig. Niemand kann ganz genau sagen, was aus Theisen geworden wäre, hätte er ein stabileres Knie gehabt – er selbst am wenigsten.